Biografie

Karla Haltenwanger wurde 1977 in eine musikliebende Bukarester Familie hineingeboren. Schon früh begeisterte sie das Publikum mit ihrer Interpretation vor allem der Werke der Wiener Klassik und von Komponisten des 20. Jahrhunderts – so spielte sie im Alter von sieben Jahren Bela Bartoks Mikrokosmos für das rumänische Fernsehen ein, gab ihr erstes Konzert mit Orchester im Alter von elf Jahren unter dem legendären Dirigenten Ion Baciu und debütierte im gleichen Jahr im Bukarester Athenäum. Ihre Ausbildung fing sie am Bukarester Musiklyzeum „George Enescu“ bei Prof. Camelia Pavlenco an und führte sie nach der Übersiedlung der Familie 1990 nach Deutschland bei Bozena Steinerova in Bonn fort. 1992 wurde sie in die Begabtenklasse von Prof. Kämmerling in Hannover aufgenommen und errang mehrere erste Preise in Wettbewerben für Jugendliche als Solistin und Kammermusikpartnerin. Als erste Preisträgerin des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ wurde sie vom Deutschen Musikrat ausgewählt Theresienstädter Komponisten in Tschechien, Polen, Israel und der Schweiz aufzuführen.

Ihr Studium als Klavierpädagogin und Konzertpianistin absolvierte sie bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling in Hannover  und bei Homero Francesch in Zürich. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen von Ferenc Rados, Alfred Brendel, Eberhardt Fels, Hatto Beyerle, Vassilia Efsthatiadou und Markus Becker. 
Als Solistin trat sie mit Orchestern auf, wie dem Westfälischen Symphonieorchester, dem Akademischen Orchester Passau, dem Kammerorchester arcata Stuttgart, dem Symphonie Orchester Bacau, den Niederrheinischen Symphonikern, den Berliner Symphonikern und den Berner Symphonikern. Konzerte führten sie auf nationale und internationale Podien und Festivals, wie die Berliner Philharmonie, Wigmore Hall, Kölner Philharmonie, Laeiszhalle, Tonhalle Düsseldorf, Salzburger Mozarteum, Festspielhaus Baden-Baden, Schleswig-Holstein Musikfestival, Sommerliche Musiktage Hitzacker, u.v.m.

Ihre Leidenschaft für die Kammermusik führte im Jahr 2006 zur Gründung des Boulanger Trios, ein Ensemble das mittlerweile internationales Renommée genießt. Das Preisgekrönte Klaviertrio (Wettbewerbsgewinner des 4th Trondheim International Chamber Music Competition und Preisträger de Rauhe Preises für Neue Kammermusik) hat bereits fünf CDs eingespielt mit Werken von u.A. Schumann, Rihm, Saint-Saens, Schönberg, Brahms, Schostakowitsch, Vasks und Beethoven, die ihrerseits mit Preisen ausgezeichnet wurden, wie dem Exellentia Award für die Brahms Liszt Schönberg Einspielung und dem Supersonic Award für die Canto Perpetuo CD. Aus der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten hat das Boulanger Trio eine eigene Konzertreihe entwickelt – die Boulangerie – mit Konzerten im Radialsystem Berlin, in der Laeiszhalle in Hamburg und Einstein Kultur in München.

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